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06.04.2013 / Geschichte / Seite 15

Friede auf Erden

Vor 50 Jahre veröffentlichte Papst Johannes XXIII. seine »Enzyklika Pacem in terris«. Ein Rückblick auf ihre Rezeptionsgeschichte

Gerhard Oberkofler
Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre wurde von Hardlinern in den USA ein atomarer Erstschlag gegen die Sowjetunion und gegen die mit ihr verbündeten sozialistischen Länder ernsthaft in Erwägung gezogen. Befreiungskämpfe in den Kolonien setzten dem Weltkapitalismus zu, der sah seine Absatzmärkte und Ressourcen insgesamt bedroht. Der Katholizismus stand mit in der antikommunistischen Frontlinie des Kalten Krieges. Vor diesem Hintergrund erhielt die Internationale Friedensbewegung durch den Papst überraschende und bedeutsame moralische Unterstützung. Johannes XXIII., Papst von 1958 bis 1963, lehnte Kreuzzugsideen gegen den Bolschewismus ab und richtete den Blick auf die Zukunft der gesamten Menschheit. Am 11. April 1963 veröffentlichte er die Enzyklika Pacem in terris. Hat diese Friedensenzyklika Geschichte gemacht, hat sie überhaupt die kollektive Meinung der Katholischen Weltkirche, auf die es mehr als auf die Meinung der Einzelpersönlichkeit ankomm...

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