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04.04.2013 / Ausland / Seite 7

Untersuchung wegen Mordverdachts

Exhumierung soll Klarheit über Tod des chilenischen Dichters Pablo Neruda bringen

Volker Hermsdorf
Knapp 40 Jahre nach dem Tod des chilenischen Poeten, Literaturnobelpreisträgers und Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chiles, Pablo Neruda, beginnt mit der Exhumierung seiner sterblichen Überreste am kommenden Montag die Untersuchung der noch immer ungeklärten Todesursache. Neruda ist neben seiner Frau Matilde Urrutia in seinem langjährigen Wohnort Isla Negra begraben.

Laut offizieller Version soll Neruda am 23. September 1973 – zwölf Tage nach dem von der CIA initiierten Putsch Augusto Pinochets gegen die Linksregierung des Präsidenten Salvador Allende – an Prostatakrebs gestorben sein. Sein früherer Sekretär und Fahrer, Manuel Araya, hatte dagegen ausgesagt, daß dem prominenten Gegner der faschistischen Junta im Krankenhaus Santa Maria der Hauptstadt Santiago eine tödliche Spritze verabreicht worden sei.

Nachdem Araya die Anschuldigung vor einigen Jahren erneuert hatte, stellte die Kommunistische Partei Chiles im Jahr...



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