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04.04.2013 / Inland / Seite 4

Greenpeace warnt vor »Tod aus dem Schlot«

Umweltschutzorganisation stellt Studie zu Lebenszeitverlusten durch Feinstaub aus Kohlekraftwerken vor. Energiekonzern Vattenfall verteidigt sich umgehend

Claudia Wangerin
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace macht deutsche Kohlekraftwerke für rund 3100 vorzeitige Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Feinstaubpartikel und giftige Abgase verursachten vor allem Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Probleme, die nach einer Untersuchung von Experten der Universität Stuttgart zum Verlust von 33000 Lebensjahren führten – jeder der statistisch etwa 3100 Betroffenen verliere damit im Durchschnitt rund 10,7 Lebensjahre, teilte Greenpeace am Mittwoch in Berlin mit. »Bei Kohlekraftwerken kommt der Tod aus dem Schlot«, sagte Gerald Neubauer, Energieexperte von Greenpeace. Hinzu käme der Ausfall von rund 700000 Arbeitstagen durch Atemwegserkrankungen, Herzinfarkte, Lungenkrebs oder Asthmaanfälle – verursacht durch Emissionen wie Schwefeldioxid, Stickoxide und Ruß, die in der Luft Feinstaub bildeten, der beim Einatmen tief in Lunge und Blutgefäße eindringe.

Für ihre Untersuchung hatten die Stuttgarter Forscher Emissions...

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