Gegründet 1947 Mittwoch, 27. März 2019, Nr. 73
Die junge Welt wird von 2173 GenossInnen herausgegeben
04.04.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

Kollektiver Bankraub

Zyperns Geldhäuser im Visier der Troika: Gezielte Enteignung russischer Guthaben

Rainer Rupp
Während der jüngsten Zypern-Krise bestimmte die Empörung über das diktatorische Vorgehen der von Berlin angeführten Troika aus EZB, EU und IWF gegen den Inselstaat die Schlagzeilen der russischen Medien. Ungläubiges Staunen gab es auch immer wieder über die böswillige Berichterstattung westlicher, insbesondere deutscher Medien und Reaktionen Berliner Politiker. Demnach war die Finanzbranche Zyperns nicht nur ein einziger Sündenpfuhl von Schwarzgeld waschenden russischen Oligarchen, sondern die Geldgeschäfte der angeblichen »Russenmafia« wurden sogar für die Finanzkrise des Landes und für die von dem Inselstaat ausgehenden Gefahren für den Euro verantwortlich gemacht. Über die Legalität und die gefährlichen Auswirkungen der von der Troika diktierten willkürlichen Konfiszierung einheimischer und ausländischer Bankguthaben auf das bereits erschütterte Vertrauen in die Europäische Währungsunion machten sie sich keine Gedanken. Statt dessen versuchten hiesige ...

Artikel-Länge: 5556 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €