30.03.2013 / Inland / Seite 5

Klerus entmachten

Atheisten und Humanisten warben am Gründonnerstag für den Kirchenaustritt und forderten ­unbeschränkte säkulare Vergnügungen auch am Karfreitag

Gitta Düperthal
Hasenfest 2013« in 13 Städten: Atheistische und humanistische Organisationen warben am Gründonnerstag für den kollektiven Kirchenaustritt. Anlaß war der Ärger über das vor allem in den alten Bundesländern vielerorts verhängte Tanzverbot am Karfreitag: »Ich laß dich beten, laß Du mich tanzen«, lautete das Motto der Aktionen für ungetrübte weltliche Vergnügungen am zum staatlichen Feiertag erhobenen kirchlichen Gedenktag an die Leiden Christi.

In Mainz, München, Dresden, Augsburg und anderswo demonstrierten sowohl engagierte Atheisten als auch Passanten, die sich spontan anschlossen. Diktate der christlichen Kirchen hinzunehmen, sei man nicht mehr bereit, war zu hören – weder Beschränkungen des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit am Karfreitag noch erzwungene Abstinenz von Vergnügungs- und Tanzveranstaltungen. Außerdem protestierten die Teilnehmer gegen das Eintreiben der Kirchensteuern durch den Staat.

Auch in Frankfurt am Main hatten sich am Donn...



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