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22.03.2013 / Ausland / Seite 6

Staat als Kidnapper

Australiens Regierung entschuldigt sich für Zwangsdoptionen im vergangenen Jahrhundert

Thomas Berger
Die australische Premierministerin Julia Gillard hat sich am Donnerstag vor dem Parlament in Canberra für Hunderttausende Zwangsadoptionen im 20. Jahrhundert entschuldigt. Seriöse Schätzungen gehen davon aus, daß etwa 250000 Kinder seit den zwanziger Jahren gegen den Willen ihrer Mütter auf staatliche Anweisung zur Adoption freigegeben worden waren. Vor allem zwischen 1950 und dem Ende der siebziger Jahren war dies in Australien übliche Praxis.

Es ist das zweite große »Sorry« einer australischen Regierung, nachdem sich Gillards ebenfalls sozialdemokratischer Amtsvorgänger Kevin Rudd bereits für die von Staats wegen angeordnete massenhafte Wegnahme von Aborigines-Kindern in früheren Jahrzehnten entschuldigt hatte, die in Heimen bzw. zur »Assimilation« in weißen Pflegefamilien landeten.

Bei den Betroffenen, um die es aktuell geht, handelt es sich um die Kinder unverheirateter und oftmals noch minderjähriger Mütter. Der damals herrschenden Sozialmoral zufo...



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