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28.02.2013 / Ausland / Seite 7

Mörder im Staatsdienst

Spanisches Innenministerium engagiert aus der Haft entflohenen neofaschistischen Verbrecher. Emilio Hellín Moro schult Polizisten und Soldaten

Carmela Negrete
Emilio Hellín Moro ist verantwortlich für eines der blutigsten Verbrechen in Spanien nach dem Tod des Diktators Francisco Franco. Im Jahr 1980 ermordete er die 19jährige Studentin Yolanda González, eine Aktivistin der kleinen Sozialistischen Arbeiterpartei (PST). Hellín gehörte damals der nach dem Ende der Diktatur gegründeten Neonazipartei Fuerza Nueva an, die das Opfer des Verbrechens bezichtigte, der baskischen Untergrundorganisation ETA angehört zu haben. Yolanda González wurde in ihrer Wohnung in Vallecas in der Hauptstadt Madrid von vier Männern überfallen, in ein bereitstehendes Auto gezerrt und auf ein freies Feld gefahren, wo Hellín ihr zweimal in den Kopf schoß.

Immer wieder gab es Berichte über eine Verwicklung der staatlichen Sicherheitskräfte Spaniens in das Verbrechen. So soll einer der vier Entführer der jungen Frau Beamter der Guardia Civil gewesen sein. Als Hellín zwei Jahre nach dem Verbrechen festgenommen wurde, befand er sich gerade i...

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