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27.02.2013 / Titel / Seite 1

Ver.di bestreikt den DGB

Mindestens sechs Prozent mehr Lohn fordern DGB-Gewerkschaften. Eigene Mitarbeiter sollen mit 0,9 Prozent zufrieden sein. Diese antworten mit Ausstand

Johannes Schulten
Die Gewerkschaften werden die Tarifverhandlungen in diesem Jahr sehr selbstbewußt führen und, falls nötig, auch mit aller Konsequenz.« Gewohnt kämpferischen hatte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer im Februar in der Neuen Passauer Presse die Unternehmer auf kommende Streiks eingestimmt. Daß Sommer in seiner Funktion als Arbeitgeber selber zum Ziel eines Arbeitskampfes werden könnte, damit hat er wahrscheinlich nicht gerechnet.

Mit Trillerpfeifen und rot-weißen Westen ausgestattet, demonstrierten am Dienstag etwa 200 Angestellte der DGB-Rechtsschutz-GmbH vor der DGB-Bundesverwaltung in Berlin. Aufgerufen zu dem ungewöhnlichen Warnstreik hatte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. In den laufenden Tarifverhandlungen bei der hundertprozentigen Tochter des Gewerkschaftsbundes fordert sie 6,5 Prozent mehr Lohn für die gut 750 Beschäftigten; die GmbH des DGB will jedoch nur 0,9 Prozent zahlen, was die Demonstranten mit Schildersprüchen wie »Mit 0,9 Prozent i...

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