25.02.2013 / Politisches Buch / Seite 15

Doppelte Fälschung

Das Buch von Alexander Bahar und Wilfried Kugel zum Reichstagsbrand wurde neu aufgelegt

Arnold Schölzel
Ende 2001 veröffentlichten der Historiker Alexander Bahar und der Psychologe und Physiker Wilfried Kugel ihr Buch »Der Reichstagsbrand« mit dem Untertitel »Wie Geschichte gemacht wird«. Die Formulierung war doppeldeutig: Sie konnte auf das Verbrechen vom 27. Februar 1933 selbst bezogen werden, aber auch auf die in der Bundesrepublik durch den Spiegel 1959 kanonisierte These, der holländische Kommunist Marinus van der Lubbe habe völlig allein in dem riesigen Gebäude eine Vielzahl von Bränden gelegt. Die jetzt bei PapyRossa erschienene aktualisierte Neuauflage trägt den Untertitel »Geschichte einer Provokation«. Auch das kann zweifach ausgelegt werden. Es geht um eine doppelte Fälschung: die der Nazis und die der Postfaschisten.

Diese doppelte Fälschung steht im Zentrum des Buches, dessen achtes und letztes Kapitel sich mit der Auseinandersetzung um den zweiten Teil der Fälschung nach 1945 befaßt. Die Intention ihres Werks, so die Autoren, liege »nicht in ...

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