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19.02.2013 / Thema / Seite 10

Abgeschottetes Land

Hintergrund. Israel setzt im Umgang mit Flüchtlingen auf Kriminalisierung und rüstet seine Grenze zu Ägypten weiter auf

Annette Groth und Sofian Philip Naceur
Nachdem wir dieses Jahr Monate hatten, in denen Tausende Eindringlinge unsere Grenzen überquert haben, hat seit einigen Monaten kein Eindringling mehr Eilat, Be’er Sheva oder Tel Aviv erreicht.« Mit diesen Worten kommentierte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Ende Dezember die neuesten Zahlen zur illegalen Einwanderung. Noch im Januar 2012 registrierten israelische Behörden 2295 illegale Grenzübertritte von Ägyptens Sinai-Halbinsel aus, im Dezember 2012 waren es nur noch 36 Menschen, die die hochgerüstete Südgrenze Israels überquerten. Mit »Eindringlingen« meint Israels alter und wohl auch neuer Premier im übrigen Flüchtlinge, Asylbewerber oder einfach nur Migranten.

Der Begriff »Eindringling« hat inzwischen seinen festen Platz in der kontroversen Debatte um die verstärkte Einwanderungsbestrebungen von Flüchtlingen aus Ostafrika nach Israel. Sogar in Regierungserklärungen und Reden in der Knesset, dem israelischen Parlament, wird pauschal ...

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