Der Schwarze Kanal
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12.02.2013 / Ansichten / Seite 8

Leider unrealistisch

30-Stunden-Woche

Johannes Schulten
Die Forderung nach einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich ist notwendig und richtig – doch sie wird kaum durchzusetzen sein. Das hat wenig mit der Stimmigkeit der Argumente eines offenen Briefes von hundert Unterzeichnern aus Politik, Kirchen und Gewerkschaften zu tun, der am Montag publiziert wurde. Der Grund ist vielmehr die prekäre Lage der deutschen Gewerkschaften.

Denn die Argumentation der Befürworter leuchtet ein: Wer glaubt, die Massenarbeitslosigkeit erledige sich schon mit anziehender Konjunktur, lügt sich entweder selber in die Tasche oder sympathisiert mit der Agenda 2010. Die Ausweitung des Niedriglohnsektors schafft zwar Arbeitsplätze, nur kann niemand von ihnen leben.

Was liegt also näher, als die vorhandene Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen? Durch eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche, wie es im offenen Brief vorgeschlagen wird, verknappt sich die Ware Arbeitskraft, und mehr Leute k...



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