08.02.2013 / Thema / Seite 10

Kein Abschied von Ikarus

In Thüringen wurde Kunst, die in der DDR entstand, präsentiert. Nachbemerkungen

Peter Michel
Der Ikarus-Mythos versinnbildlicht Aufstieg und Fall, Übermut und Strafe. In der Geschichte der Kunst im allgemeinen und der DDR-Kunst im besonderen ist er ein stets präsentes Motiv, ein Zitat, eine Metapher eines widersprüchlichen, womöglich scheiternden Aufbruchs gewesen. Was läge da näher, als annähernd ein Vierteljahrhundert nach dem Untergang des sozialistischen Projekts eine Werkschau zu unternehmen, die den Ikarus-Mythos im Titel trägt? Allerdings – dies blieb nicht der einzige Blickwinkel.

Drei Expositionen schlossen kürzlich ihre Pforten. Bereits am 20. Januar wurde die Erfurter Ausstellung »Tischgespräch mit Luther. Christliche Bilder in einer atheistischen Welt« beendet; am 4. Februar begann man in der Weimarer Ausstellung »Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR – neu gesehen« und in der Geraer Schau »Schaffens- (t)räume. Atelierbilder und Künstlermythen« mit dem Abbau. Sie alle waren im Rahmen des vom Bundesministerium für Bil...

Artikel-Länge: 18849 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe