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04.02.2013 / Thema / Seite 10

»Wer Hindenburg wählt …«

Am 4. Februar 1933 erläßt der Reichspräsident die »Verordnung zum Schutze des deutschen Volkes«. Es ist dies der erste formale Schritt zur Machtbefestigung und zum Aufbau der faschistischen Diktatur

Manfred Weißbecker
Vor nunmehr 80 Jahren betraute einer, der nach 1918 als Kriegsverbrecher in die Annalen eingehen sollte, den künftigen Hauptkriegsverbrecher mit der Regierungsgewalt in Deutschland. Verhallt und in den Wind geschlagen sah sich jene wahrhaft hellseherische Warnung, die im Frühjahr 1932 von Kommunisten ausgesprochen worden war, als erneut der Reichspräsident gewählt werden sollte: Wer Hindenburg wähle, würde Hitler und damit neuen Krieg wählen. Dies bestätigte sich am 30. Januar 1933. Nur sechseinhalb Jahre darauf und noch folgenreicher das andere.

Hingegen erfüllten sich an diesem Tage die Vorstellungen und Wünsche jener, die in der Weimarer Republik von Anfang an deren politischen Ruck nach rechts für nötig hielten und einen neuen Waffengang zur Revision der Ergebnisse des Ersten Weltkrieges anstrebten. Dafür war bereits viel mit der Wahl des Feldmarschalls zum Reichspräsidenten 1925 und erst recht 1932 erreicht worden. Zu ihnen gehörten: Militärs, die &...

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