21.01.2013 / Inland / Seite 8

»Wir sagen ihnen, welchen Rechtsanspruch sie haben«

Ausbeutung von Wanderarbeitern: In Mainz wird für sie jetzt eine Beratungsstelle eingerichtet

Gitta Düperthal
Ein Gespräch mit Mihai Balan, Organisationssekretär des Europäischen Vereins für ­Wanderarbeiterfragen (EVW)

Für wen ist die Beratungsstelle gedacht, die der Europäische Verein für Wanderarbeiterfragen (EVW) jetzt in Mainz eröffnet? Und wozu beraten Sie?

Wir beraten vorwiegend Mittel- und Osteuropäer in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen. Diese Menschen wandern zeitweise nach Deutschland aus, um etwa auf dem Bau zu arbeiten, als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft, als Leiharbeiter in der Pflege oder der Gebäudereinigung.

Wir beraten aber auch Gewerkschaften: Welche Möglichkeiten gibt es, diese Menschen zu unterstützen? Wir geben unsere Erfahrungen weiter, wie man mit ihnen in Kontakt kommen kann. Viele sind illegal tätig: Arbeitgeber beschäftigen die Kolleginnen und Kollegen mitunter entweder komplett in Schwarzarbeit; oder nur unzureichend sozial versichert: Sie müssen z.B. Vollzeit und länger arbeiten, sind aber als Minijobber gemeldet.

Subjektiv...




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