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16.01.2013 / Inland / Seite 4

Verurteilung auf Zuruf?

Göttingen: Staatsanwaltschaft legte Berufung gegen von ihr selbst geforderten Freispruch ein. Student hatte gegen Auftritt des niedersächsischen Innenministers protestiert

Reimar Paul
Niedersachsens Innenminister Schünemann (CDU) mit den Beamten der »Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit« der Göttinger Bereitschaftspolizei

Das Göttinger Landgericht hat den Studenten Tawfik L. wegen Widerstandes gegen die Polizei zu einer Geldstrafe verurteilt. Der 26jährige muß 200 Euro zahlen. Das Gericht hob damit am Montag nachmittag einen Freispruch der Vorinstanz auf. Das Besondere an dem Fall: Im ersten Verfahren vor dem Amtsgericht hatte auch die Staatsanwaltschaft auf Freispruch plädiert.

Vor einem Jahr hatten Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) und der Göttinger Polizeichef Robert Kruse an der Universität der Stadt über Sicherheitspolitik referiert. Rund 500 Menschen hatten gegen den Auftritt protestiert. Etwa 150 Demonstranten kamen vor den Eingängen des Hörsaals zusammen. Als Polizisten die Versammlung gewaltsam auflösten, kam es zu Rangeleien. Ein Video des NDR dokumentiert, wie Beamte der in Göttingen stationierten »Beweis...



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