15.01.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

»Demokratie ist nicht mit Gewalt zu erreichen«

Syrisches Oppositionsbündnis plant für Ende Januar eine Konferenz in Genf. Ein Gespräch mit Haytham Manna

Karin Leukefeld, Paris
Haytham Manna ist Auslandssprecher des oppositionellen Nationalen Koordinationsbüros für demokratischen Wandel in Syrien (NCB). Der 1951 geborene Arzt und Psychotherapeut Manna stammt aus Deraa. Während des Aufstandes der syrischen Muslimbruderschaft (1979–1980) mußte er Syrien aus politischen Gründen verlassen. Seit 1982 lebt er in Frankreich und konzentriert sich neben seiner beruflichen Tätigkeit als Arzt (nicht mehr praktizierend) vor allem auf seine Tätigkeit in der Arabischen Kommission für Menschenrechte.

Ende Januar planen Sie eine Konferenz in Genf unter dem Titel »Für ein Demokratisches Syrien und einen zivilen Staat«. Wer ist eingeladen, was ist das Ziel der Konferenz?

Wenn es um Syrien geht, hören wir in Europa bis heute ausschließlich die Stimmen von Staaten und Regierungen. Die globale Zivilgesellschaft hat keine Stimme. Gleichzeitig hören wir ständig das Echo der Auslandsopposition, aber es gibt so gut wie keine Gelegenheit, die Stimm...

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