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09.01.2013 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Rettung vertieft Krise

Gewerkschaftsnahe Ökonomen erklären Konzept der Griechenland-Sanierung für gescheitert. Bundesregierung will trotzdem weitermachen wie bisher

Ralf Wurzbacher
Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hat einen »Kurswechsel von Austerität zu Wachstum« als Mittel der Krisenbewältigung in Europa gefordert. Um den EU-Krisenländern auf die Beine zu helfen, brauche es ein Ende der »überharten Sparprogramme« sowie fiskal- und lohnpolitische Impulse zur Konjunkturbelebung durch jene Staaten, die gegenwärtig ökonomisch besser dastehen. Hier wäre insbesondere Deutschland am Zug: Dessen Aufgabe sei es, mit »gesamtwirtschaftlich rationalem Handeln den Euro-Raum aus der Krise zu führen«, heißt es im aktuellen IMK-Report, der am Montag Pressevertretern in Berlin vorgestellt wurde.

Das »überfällige« Umdenken zeichnet sich indes nicht ab. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke offenbarte, sieht sie keinen Anlaß, von ihrer Erpressungsstrategie gegenüber Griechenland abzulassen. Dabei ist ihr bewußt, wa...

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