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08.01.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

»Die Terrorgruppe NSU ist keine Panne«

Rechte aufbauen und Linke schlagen ist seit je Maxime der BRD. »Nationalsozialistischer Untergrund« ist konsequente Folge dieser Politik. Ein Gespräch mit Gabriele Heinecke

Markus Bernhardt
Gabriele Heinecke ist Fachanwältin für Arbeits- und Strafrecht und lebt in Hamburg. Am Samstag nimmt sie teil an der Podiumsdiskussion der Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin

Sie sind seit Jahren in vielen politischen Verfahren als Rechtsanwältin tätig. Was hat Sie bewogen, als Anwältin zu arbeiten?

Zum einen mein (rechts-)politisches Interesse. Wie die Geschichte gezeigt hat, ist bürgerliche Demokratie nur eine Form der Aufrechterhaltung der Herrschaft des Kapitalismus. Bürgerliche, politische und soziale Rechte sind keine Selbstverständlichkeit. Sie sind erkämpft worden, und wenn man sie erhalten will, muß man sie verteidigen. Der Anwaltsberuf ist spannend und eine wunderbare Möglichkeit, das Interesse mit der Profession zu verbinden.

Zum anderen hat mich schon als Studentin beschäftigt, was der Staats- und Verfassungsrechtler Otto Kirchheimer in seiner Schrift »Politische Justiz« das »Drama aller Zeiten« genannt hat: inwieweit die Herrschaft die Unterw...


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