07.01.2013 / Ausland / Seite 6

Opfer nicht mehr namenlos

Indien: Vater und Freund der vergewaltigten Studentin brechen ihr Schweigen

Hilmar König
Der Vater der jungen Frau, die am 16. Dezember vorigen Jahres in Delhi von sechs Männern vergewaltigt worden und am 29. Dezember in einem Krankenhaus in Singapur gestorben war, enthüllte am Sonntag in einem Interview für die britische Zeitung Sunday People die Identität seiner Tochter: »Wir wollen, daß die Welt ihren wirklichen Namen kennt: Jyoti Singh Pandey.« Sie habe nichts Falsches gemacht, sondern sei ums Leben gekommen, als sie sich gegen die Täter wehrte. Badri Singh Pandey, der 53 Jahre alte Vater, sagte weiter: »Ich bin stolz auf sie. Ihren Namen zu enthüllen gibt anderen Frauen, die solche Überfälle überlebt haben, Mut. Sie werden Kraft finden durch meine Tochter.«

In Indien verbietet ein Gesetz die Veröffentlichung der Namen von Vergewaltigungsopfern, es sei denn, die Frau verlangt es. Da die 23jährige Jyoti tot ist, tat das der Vater nun an ihrer statt. Der Reporter besuchte die Familie in ihrem Heimatdorf Billia im Bundesstaat Uttar Pradesh....

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