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05.01.2013 / Inland / Seite 4

Reißwolf des Rechtsstaats

Jahresrückblick. Nach Aufdeckung der NSU-Mordserie tat der Inlandsgeheimdienst alles, um die Rolle seiner V-Leute in der braunen Szene zu verschleiern

Claudia Wangerin
Als sich vor gut einem Jahr die Meldungen über den »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) überschlugen und Massenmedien den Begriff »Dönermorde« so langsam als Unwort erkannten, kursierte in den Redaktionsräumen dieser Zeitung eine Verschwörungstheorie: »Beim Verfassungsschutz werden jetzt sicher die Akten durch den Reißwolf gejagt«. Natürlich wäre es zu diesem Zeitpunkt – ohne Beweise – nicht ­seriös gewesen, so etwas zu schreiben.

Daß der Führungskader der NSU-Brutstätte »Thüringer Heimatschutz« (THS), Tino Brandt, schon gut zehn Jahre zuvor als V-Mann enttarnt worden war, konnte nur als Indiz dafür gelten, daß der Inlandsgeheimdienst nicht nur aus Quellenschutzgründen viel zu verbergen hatte.

Im Juni konnte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) dem Untersuchungsausschuß des Bundestags nicht mehr verheimlichen, daß es da noch etwas gab – wohl aber, was es genau war. Ein Referatsleiter des BfV hatte am 11. November 2011 &ndash...



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