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03.01.2013 / Feuilleton / Seite 13

Poesía Quéchua

Psotta in Berlin

Gerd Bedszent
Helmut Julius Psotta ist im kulturellen Mainstream der Bundesrepublik kaum bekannt. Der im Jahre 1937 in Bottrop geborene Maler litt wie so viele in seiner Jugend unter dem Mief der Adenauerzeit; und nachdem er als 23jähriger eine internationale Ausschreibung für ein monumentales Kunstprojekt in Chile gewonnen hatte, setzte er sich von »dem geschichtlichen Ballast und der repressiven Zensur« ab. Das ausgeschriebene Projekt wurde zwar nie verwirklicht. Der noch junge Künstler erhielt aber eine Professur an der Potificia Universidad Católica in Santiago de Chile, die er von 1962 bis 1968 innehatte.

Seine in dieser Zeit entstandenen Gemäldezyklen »Archaische Balladen« und »Poesía Quéchua« begleiteten den linken Aufbruch in Lateinamerika. Ein Aufbruch, der bekanntlich unter den Stiefeln der Militärs begraben wurde.

Psot...



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