Schwarzer Kanal
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27.12.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Gute Zeit für Reiche

Keine frohe Botschaft: Die Einkommensentwicklung in Deutschland signalisiert vertiefte soziale Spaltung. Wissenschaftler sehen Zusammenhang zur EU-Krise

Daniel Behruzi
Die Einkommensunterschiede zwischen Arm und Reich wachsen weiter. Diese unweihnachtliche Botschaft ist die Essenz des vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung vorgelegten »Verteilungsberichts 2012«. Die Autoren der in der Dezember-Ausgabe der WSI-Mitteilungen veröffentlichten Studie sehen einen Zusammenhang zwischen der wachsenden Ungleichheit hierzulande und den zunehmenden Ungleichgewichten innerhalb der Europäischen Union.

Im Aufschwung haben sich die Beschäftigteneinkommen auf den ersten Blick vergleichsweise positiv entwickelt. So sind die Bruttolöhne 2011 gegenüber dem Vorjahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes effektiv um drei Prozent gestiegen. Allerdings fällt dieser Wert mit 1,9 Prozent für sogenannte Minijobber deutlich niedriger aus. Zudem basiert die dreiprozentige Lohnsteigerung in Teilen auf überproportional erhöhten Sonderzahlungen, so daß die »reine« Zunahme bei ...

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