18.12.2012 / Feuilleton / Seite 13

Loswagnern

Eine Berliner Ausstellung drängt sich vor alle Manifestationen zum Wagner-Jahr 2013

Florian Neuner
Wer auch nur über einigermaßen empfindliche Nerven verfügt, der wird es in den Ausstellungsräumen am Hanseatenweg schwerlich länger aushalten: Aus allen Ecken brüllt Musik von Richard Wagner und vermischt sich zu einem mißtönenden Brei – einem Grundgeräusch, das sich auch dann nicht wegblenden läßt, wenn man an einem der zahlreichen Monitore den vergeblichen Versuch macht, sich auf die Ausschnitte aus Wagner-Inszenierungen oder auf Interviews zu konzentrieren. Ist das bloß mangelnder Sensibilität der Ausstellungsmacher um Nele Hertling geschuldet oder sollen wir mit der gebotenen Brachialität darauf hingewiesen werden, daß Wagner nun einmal für Overkill, Gesamtkunstwerk, die ganz großen Gesten steht – diese Gesten, mit denen in Verbindung gebracht zu werden vor allem für alte Männer von Hans Neuenfels bis Achim Freyer, Hans Jürgen Syberberg bis Christian Boltanski ungebrochen attraktiv zu sein scheint?

Das nächste Wagner-Jahr kommt bestimmt, ...

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