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15.12.2012 / Inland / Seite 8

»Die Arbeitslosigkeit im eigenen Land bagatellisiert«

Fachkräfte, in deren Ausbildung andere Länder investiert haben, werden in die BRD gelockt. Ein Gespräch mit Frank Schmidt-Hullmann

Gitta Düperthal
Frank Schmidt-Hullmann ist Leiter der Abteilung Internationales in der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)

Das Wirtschaftsforschungsinstitut »Kiel Economics« sagt die Zukunft voraus: Es rechnet mit 2,2 Millionen Menschen, die bis 2017 vor allem wegen der südeuropäischen Krise nach Deutschland kommen. Wie erklärt sich, daß ein Institut, das Finanzwirtschaft und Industrie mit Prognosen versorgt, derartige Szenarien beschreibt?

Vorhersehbar war, daß die Austeritätspolitik in Südeuropa Folgen haben würde. Die Ironie ist, daß ausgerechnet die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Verschärfung der wirtschaftlichen Situation durch Einschränkung der Binnenmärkte dieser Länder gefördert hat. Von der EU und Merkel geforderte Lohnkürzungen sowie öffentliche Sparmaßnahmen haben dort zur Massenarbeitslosigkeit geführt. Das hat eine Wanderungsbewegung wider Willen der Betroffenen ausgelöst. In einigen der Krisenländer ist die Arbeitslosigkei...

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