Schwarzer Kanal
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15.12.2012 / Feuilleton / Seite 12

Einen Horror haben

Dann qietscht die Seele: In der »Bibliothek des Widerstands« ist der Band »Häuserkampf 1« erschienen

Markus Mohr
Es gibt viele Gründe, leerstehende Häuser zu besetzen. Der Einsichtigste bezieht sich auf den Geldbeutel. Genauso legitim, aber ungleich komplizierter wird es, wenn man damit den Anspruch »anders zu leben« realisieren möchte. Wo fängt das an, und wo soll das alles aufhören? Auf jeden Fall ist die öffentliche Besetzung ein politisches Symbol gegen die Privateigentümerei.

In der »Bibliothek des Widerstands«, die der Laika Verlag in Kooperation mit der jungen Welt herausbringt, ist der Band »Häuserkampf 1« erchienen, Untertitel: »Wir wollen alles«. Eröffnet wird das Buch mit einem doppelseitigen Foto, auf dem zwei bärtige Männer an einem besetzten Haus in Westberlin 1982 einen Slogan anbringen: »Es ist besser unsere Jugend besetzt leere Häuser als fremde Länder.« Damals protestierte die Friedensbewegung gegen die Aufrüstung mit neuen US-Raketen. Von heute aus betrachtet irritiert diese Parole, denn unter den herrschenden Verhältnissen lautet sie anders heru...

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