Gegründet 1947 Freitag, 6. Dezember 2019, Nr. 284
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15.12.2012 / Wochenendbeilage / Seite 8 (Beilage)

Stracciatella alla romana

Ina Bösecke
»Mamma Roma« (Italien 1962) von Pier Paolo Pasolini ist der Beweis, daß sich harte Arbeit nicht lohnt. Sie führt nicht zu dem Ergebnis, welches man sich erhofft. Schlaue Leute wissen das und bleiben einfach auf ihrer Bank im Park sitzen und blinzeln ins Sonnenlicht. Mamma Roma (Anna Magnani) aber schuftet jahrzehntelang als Prostituierte in den Straßen Roms, einen Teil kassiert ihr Zuhälter (Franco Citti), einen anderen legt sie für sich und ihren Sohn (Ettore Garofolo) zurück. Der soll es mal besser haben als sie. Als der Zuhälter heiratet, fühlt sich die Frau endlich frei. Sie erwirbt einen Obststand auf dem Markt, eine neue Wohnung in einem besseren Viertel und holt ihren 16jährigen Sohn aus ihrem Heimatdorf, in dem er ohne Schulbildung aufwuchs. Die Vergangenheit soll begraben werden, aus dem Sohn soll etwas werden – bemerkenswerterweise ohne schulische Bildung.

Träume und Wünsche beflügeln den Menschen. Auch Mamma Roma ist erfüllt von ihrer Se...

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