12.12.2012 / Sport / Seite 16

Wenn das Stadion schweigt

Was fällt Ihnen zum DFB ein? Mehr Greifer, mehr Kameras – und 12 Minuten Stille bei Union Berlin

Tele Uppmann
In der S- Bahn Richtung Köpenick am Ostkreuz sagt ein alter Unionfan zu mir: »Dit is unser Shuttle zum Stadion – ist bei Union in der Eintrittskarte mit drin, det machen nich alle Vereine.« Am ersten Rückrundenspieltag kommt mit Lautern der Tabellendritte in die Alte Försterei. Das Spiel beginnt mit Protesten gegen den »Fick-Dich-DFB«. Die ersten 12 Minuten des Spiels schweigt das Stadion, ein Meer von Pantomimenspielern auf den Rängen, Tausende reißen tonlos bei einem Eckball für Union die Hände hoch, Tausende klatschen lautlos, Hunderte Fäuste schnellen nach vorn in der Stille. 12 Minuten und 12 Sekunden hört man im Rund die Spieler fluchen und schreien.

Es ist der Abschluß einer mehrwöchigen Protestkampagne in 50 Stadien in diesem Land, wo erst-, zweit- oder drittklassig Fußball gespielt wird. Was fällt Ihnen zum DFB ein? Erinnern Sie sich noch an dessen Expräsidenten Mayer- Vorfelder? Der wollte als Kultusminister ...

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