Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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10.12.2012 / Titel / Seite 3

Unser Star für Oslo

Gregor Schirmer

Nächstes Jahr die NATO

In keinem der aktuellen militärischen Konflikte hat die EU einen deeskalierenden Beitrag geleistet. Im Gegenteil. Dafür bekommt sie heute den Friedensnobelpreis

Von dem römischen Dichter Juvenal aus der Zeit der Kaiser Trajan und Hadrian ist ein berühmtes Wort überliefert: »Dificile est satiram non scribere« – »Es fällt schwer, keine Satire zu schreiben«. Das kommt mir in den Kopf, wenn ich anfange, über den Friedensnobelpreis für die Europäische Union zu räsonieren, der heute in Oslo in Anwesenheit des norwegischen Königs mit großem Brimborium an die EU-Oberen übergeben wird. Es ist wirklich ein perverser Witz, daß eine Staatenorganisation den Preis erhält, die in der gegenwärtigen Krise mit ihrer gnadenlosen Austeritätspolitik einen Krieg gegen die kleinen Leute zugunsten der großen Banken führt und dabei die Souveränität von Mitgliedstaaten mit Füßen tritt. Und noch ein delikater Witz: Das Nobelpreiskomitee Norwegens wirft ...

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