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01.12.2012 / Inland / Seite 4

Endlagersuche mal anders

Bohrung in der Atommülldeponie Asse verfehlt Hohlraum um fast drei Meter. Kammer mit radioaktiven Abfällen war abgesackt

Reimar Paul
Vor einem halben Jahr, am 1. Juni, setzte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) im Atommüllager Asse per Knopfdruck die erste Probebohrung in eine Kammer mit radioaktiven Abfällen in Gang. Rund sechs Wochen werde es dauern, so kalkulierten die Experten damals, bis sich der Bohrer durch die rund 20 Meter dicke Mauer gearbeitet und den anvisierten Hohlraum an der Decke der Einlagerungskammer 7 erreicht habe. Doch es kam anders.

Zunächst fraß sich die Bohrung immer wieder in einer klebrigen Bitumenschicht in der Mitte des Verschlußbauwerks fest. Bohrkopf und Bohrloch drohten zu verschmieren. Erst nach wochenlangen Verzögerungen und dem Einführen einer Art Röhre ging es langsam weiter.

Anfang November erreichte die Bohrung eine Tiefe von knapp 29 Metern, ohne daß ein Hohlraum getroffen wurde. Um zu erkunden, ob die Kammer überhaupt noch existiert oder ob sie woanders liegt, als die Unterlagen des früheren Betreibers nahelegten, schoben die Bergleute zwe...



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