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27.11.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Champion dank Billigjobs

IMK-Studie: BRD-Exportwirtschaft profitiert von wachsendem Niedriglohnsektor. Bezahlung im Dienstleistungsbereich deutlich unter verarbeitendem Gewerbe

Mirko Knoche
Der Niedriglohnsektor subventioniert den Export. Diesen Schluß legt eine Studie des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) nahe, welche die deutschen Arbeitskosten im europäischen Vergleich untersucht. Am gestrigen Montag stellte IMK-Chef Gustav Horn die Ergebnisse in Berlin vor. Demnach sind die Löhne plus Steuern, Weiterbildungskosten und Unternehmeranteile an der Sozialversicherung im Jahr 2011 auf durchschnittlich 30,10 Euro pro Arbeitsstunde gestiegen. Auffällig daran ist die deutliche Lohnspreizung zwischen Industrie und Dienstleistungssektor. Während im verarbeitenden Gewerbe 2011 pro Stunde 34,30 Euro anfielen, waren es für die privaten Dienstleister nur 27,50 Euro. Das ergibt eine Differenz von rund 20 Prozent, ein Rekordwert für die gesamte Europäische Union (EU).

In der Folge kann die deutsche Industrie von billigen Vorleistungen profitieren und so die Euro-Staaten ausstechen. Der Preisabschlag durch Billi...

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