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12.11.2012 / Politisches Buch / Seite 15

Teures Staatsziel

Jörg Roesler hat eine kurzgefaßte Geschichte der DDR geschrieben

Arnold Schölzel
Von der DDR-Vermarktungsindustrie, die 23 Jahre nach der DDR-Grenzöffnung Richtung Westen in voller Blüte steht (drei Stunden lang kämpfte z. B. der Deutschlandfunk in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag gegen »Verharmlosung und Idealisierung« der »zweiten deutschen Diktatur«) wird das Büchlein Jörg Roeslers »Geschichte der DDR« vermutlich kaum beachtet werden. Denn es streut Sand ins Getriebe aller Vereinfacher. Roesler ist Wirtschaftshistoriker, und er beschreibt hier die ostdeutsche Geschichte seit 1945 streng als Geschichte ihrer Ökonomie und ihrer Wirtschaftspolitik. Sein Ansatz, den er mit dem Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser teilt: Die Existenz der DDR war stets vom ökonomischen Wettlauf mit der Bundesrepublik bestimmt.

Konsumstruktur

So schildern die ersten 18 Abschnitte der Arbeit (in den abschließenden drei Kapiteln legt der Autor seine persönliche Auffassung zur DDR dar) ökonomische Tatsachen von der Enteignung von Nazis, Junkern und Kr...

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