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07.11.2012 / Feuilleton / Seite 12

Internationale Beziehungen

»Der deutsche Freund« ist ein Liebesfilm, der gern ein politischer wäre

Laura Einhorn
Celeste Cid ist ein argentinischer Fernsehstar. Aus diesem Grund wollte Jeanine Meerapfel sie ursprünglich nicht für ihren neuen Film »Der deutsche Freund« besetzen, denn das sollte ein ernsthaftes Werk werden. Das argentinische Filmteam überzeugte schließlich Meerapfel und siehe, Celeste Cid machte einen super Job.

In der deutsch-argentinischen Koproduktion spielt sie Sulamit, die sich seit Kindesbeinen für den gleichaltigen Nachbarsjungen Friedrich (Max Riemelt) interessiert. Beide wohnen in Buenos Aires und haben deutsche Wurzeln. Sulamit ist die Tochter jüdischer Emigranten und Friedrich ist, wie er später herausfindet, Sohn eines SS-Obersturmbannführers, der sich nach dem Krieg nach Argentinien abgesetzt hat (so wie auch Josef Mengele, Adolf Eichmann oder Walter Rauff).

Wieder ein Film über Nazis? Nicht ganz. Der deutsche Faschismus ist der Ausgangspunkt einer Liebesgeschichte, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Mitte der 60er Jahre erfähr...



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