06.11.2012 / Inland / Seite 4

Ver.di wirft Edeka Tarifflucht vor

Ausgliederung von Märkten führt zu Lohndumping. Supermarktkette weist Kritik zurück

Zwischen der Supermarktkette Edeka und der Gewerkschaft ver.di ist Streit um die Ausgliederung von Filialen aus dem Edeka-Verbund entbrannt. Das Handels­unternehmen verwahrte sich am Montag gegen den Vorwurf, eine Übergabe von Märkten an Selbständige diene dem Lohndumping. Wenn ein Kaufmann einen Markt übernehme, blieben »die tarifvertraglichen Rechte der Arbeitnehmer mindestens für ein Jahr bestehen«, erklärte der Edeka-Verbund in Hamburg. Die Regionalgesellschaft Hannover-Minden habe sogar drei Jahre Bestandsschutz für Tarifverträge vereinbart.

Ver.di bemängelte demgegenüber, daß die größte deutsche Supermarktkette die Ausgliederung von Filialen zum Aufbau eines Niedriglohnbereichs nutze. »Edeka übergibt immer mehr eigene Filialen an selbständige Händler, und danach werden häufig Tarif- durch Dumpinglöhne ersetzt«, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft und bestätigte einen Bericht der Zeitung Die Welt.

Nach übereinstimmenden Angaben von Edeka und ver...



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