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03.11.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Zelle oder Netzwerk?

Anklageerhebung gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe steht in nächsten Tagen bevor. Sie als »einzige Überlebende« des NSU zu bezeichnen ist unseriös

Claudia Wangerin
In den nächsten Tagen soll Anklage gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe erhoben werden – vor einem Jahr wurde sie als Mitglied der »Zwickauer Terrorzelle« bekannt, die für zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge mit über 20 Verletzten verantwortlich gemacht wird. Ob die Bundesanwaltschaft Zschäpe wegen Beihilfe oder Mittäterschaft anklagt, ist weiterhin unklar. Laut Haftbefehl werden ihr Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen, weil sie nach dem Tod ihrer Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt am 4. November 2011 die gemeinsame Wohnung im sächsischen Zwickau anzündete. Vier Tage später stellte sie sich der Polizei. Mit den jahrelangen Versäumnissen der Sicherheitsbehörden und der Rolle der Geheimdienste befassen sich zur Zeit vier parlamentarische Untersuchungsausschüsse im Bundestag, Thüringen, Sachsen und Bayern.

Wären vor zwölf Monaten nicht die Leichen zweier Bankräu...

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