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02.11.2012 / Ausland / Seite 6

Luftbrücke in die Karibik

Haiti ruft nach Wirbelsturm Notstand aus. Hilfe aus Venezuela und Bolivien

André Scheer
Die Regierung von Haiti hat am Mittwoch (Ortszeit) wegen der durch den Wirbelsturm »Sandy« angerichteten Schäden landesweit den Notstand ausgerufen. Offiziellen Zahlen zufolge hatte der Hurrikan, der die bitterarme Karibikrepublik in der vergangenen Woche überquert hatte, dort 54 Todesopfer gefordert. 21 Menschen wurden am Donnerstag noch vermißt. Staatschef Michel Martelly erklärte nun, sein Land erhole sich zwar »nach und nach« von den Schäden, allerdings müßten besondere Maßnahmen ergriffen werden, um der betroffenen Bevölkerung schnell und effizient helfen zu können.

Der Wirbelsturm hatte auch Jamaika, Kuba und die Bahamas heimgesucht, doch Haiti wurde am schwersten getroffen, da das Land noch immer unter den Folgen des schweren Erdbebens vom Januar 2010 leidet. So wurde durch »Sandy« auch ein Flüchtlingslager zerstört, in dem noch immer 370000 Menschen unter erbärmlichen Bedingungen ausharren mußten. Mindestens 18000 Familien haben nun auch diese le...

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