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29.10.2012 / Inland / Seite 5

»Kotti & Co.« geht alle an

Mieterprotest in Berlin wird fortgesetzt. Planer, Wissenschaftler und Künstler fordern soziale Wohnungspolitik

Christian Linde
Zwangsumzüge für Hartz-IV-Empfänger und massive Mietsteigerungen bedeuten für immer mehr Haushalte in Berlin nicht nur, daß sie ihre Wohnung aufgeben müssen, sondern auch den Verlust sozialer und ökonomischer Netzwerke. Seit Monaten protestieren deshalb Mieter im Bezirk Kreuzberg gegen weiter steigende Mieten und für eine soziale Wohnraumversorgung. Sichtbarer Ausdruck ist ein (von der Initiative Kotti & Co.) errichtetes Protestcamp, das auch in der kalten Jahreszeit aufrecht erhalten bleiben soll. Mit zahlreichen Aktionen und regelmäßigen »Lärmdemos« haben die Mieteraktivisten vor allem auf das Problem sozialer Verdrängung aufmerksam gemacht. »Noch immer gibt es keine Vorschläge seitens des Senats, wie der Verarmung und Verdrängung von Sozialmietern begegnet werden kann«, kritisiert die Initiative Kotti & Co. ein Jahr nach dem Regierungswechsel an der Spree. Bei den Mieteraktivisten auch in anderen Stadtteilen mache sich der Eindruck breit, daß die Polit...

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