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29.10.2012 / Inland / Seite 8

»Wir werden unseren Hungerstreik fortsetzen«

Trotz Polizeischikanen: Flüchtlinge am Brandenburger Tor in Berlin halten aus. Ein Gespräch mit Ashkan Khorasani

Gitta Düperthal
Der Iraner Ashkan Khorasani und 16 andere Flüchtlinge befinden sich seit Mittwoch in Berlin im Hungerstreik

Am Mittwoch sind 17 Teilnehmer des Flüchtlingsmarschs gegen die Asylpolitik, der von Würzburg nach Berlin führte, vor dem Brandenburger Tor in den Hungerstreik getreten. Seither werden sie ständig von der Polizei attackiert. Wie konnte es dazu kommen?

Das fragen wir uns auch. Was hier gerade passiert, hätten wir in Deutschland nie für möglich gehalten. Seitdem wir unsere Proteste gegen die unwürdigen Lebensbedingungen für Flüchtlinge in Deutschland intensiviert haben, geht die Polizei mit brutaler Härte gegen uns vor. Es begann in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag, nachdem wir unser Zelt aufgebaut und unseren Hungerstreik gerade begonnen hatten: Gegen 22 Uhr umzingelte die Polizei uns mit mehr als 20 Mannschaftswagen. Kurz darauf stürmten Uniformierte auf uns zu, nahmen unser Zelt weg und traktierten uns mit Faustschlägen und Tritten. Zu diesem Z...

Artikel-Länge: 4352 Zeichen

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