23.10.2012 / Feuilleton / Seite 12

Kein Wir-Gefühl im Pongoland

Wirtschaft als das Leben selbst

Helmut Höge
Pongoland, so heißt die im Zuge des Blühende-Landschaften-Versprechens in Leipzig ab 1998 errichtete »weltweit einzigartige Menschenaffenanlage«. Und mit dem »Wir-Gefühl« der dort zum Wohle der Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie inhaftierten Schimpansen ist die dort vorherrschende These gemeint, daß diese Hominiden bloß einen schwachen Begriff von Altruismus und Empathie haben. Sie helfen einander nur auf Bitten hin, und das auch nur kurzzeitig.

Der Leipziger Institutsleiter Michael Tomasello stellte bereits 1999 die These auf: »Wir können die Intentionen anderer lesen, beherrschen also Mindreading, die Affen können es nicht.« Immerhin bewirkte die Leipziger Bewußtseinstheorie, daß nahezu weltweit die Primatenforscher anfingen, altruistisches Verhalten zu studieren – sei es im Freiland, im Zoo oder in ihren Laboratorien. Die Leipziger haben quasi alles in einem, wobei ihre Freilandforschung unter wild lebenden Schimpan...

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