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19.10.2012 / Inland / Seite 5

Vom Berg verschluckt?

Forschungsbergwerk Asse: Bohrmannschaft findet Atommüllkammer 7 nicht. Lage offenbar ­unzureichend dokumentiert

Reimar Paul
Wo ist die Atommüllkammer Nummer 7? Als Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) bei seinem Besuch im Bergwerk Asse am 1. Juni auf einen roten Knopf drückte und so die erste Probebohrung in einen Hohlraum mit radioaktiven Abfällen in Gang setzte, gingen die Experten von einem zeitlich überschaubaren Vorhaben aus. Innerhalb von sechs Wochen, so hieß es zunächst, sollte die 20 Meter dicke Mauer vor der Kammer durchbohrt sein.

Der veranschlagte Zeitraum wurde in der Folge länger, die Mauer dicker. Nachdem sich der Bohrkopf zunächst immer wieder in einer zähen Bitumenschicht festfraß, haben die Bohrmannschaften das Verschlußbauwerk inzwischen 24,5 Meter tief durchbohrt – und sind immer noch nicht auf den erwarteten Hohlraum gestoßen.

Die genauen Gründe dafür kennen die Fachleute nicht. Die tatsächliche Lage der Einlagerungskammer sei in den 1980er Jahren wohl nicht so exakt dokumentiert worden, wie das heute üblich wäre, sagte gestern der Technische ...



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