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18.10.2012 / Ausland / Seite 8

»Sie sind es gewohnt, beleidigt zu werden«

In der Ukraine steht ein Nigerianer wegen Mordversuchs vor Gericht. Rassistischer Hintergrund befürchtet. Gespräch mit Maksym Butkevych

Frank Brendle
Maksym Butkevych arbeitet beim No-Border-Projekt in Kiew, das mit Geldern der deutschen Stiftung »Erinnerung, Verantwortung, Zukunft« rassistische Vorfälle untersucht

Der nigerianische Student Olaolu Sunkanmi Femi steht in der ostukrainischen Stadt Lugansk wegen Mordversuchs vor Gericht – was wird ihm konkret vorgeworfen?

Femi studiert seit 2007 Medizin in Lugansk und wollte dieses Jahr seinen Abschluß machen. Im November kam er mit einem Freund spät in der Nacht zum Wohnheim zurück. Im Hof wurden sie von einheimischen Jugendlichen rassistisch angepöbelt – als Affen beschimpft, die nach Hause gehen sollten. Femi und sein Freund haben entsprechend geantwortet. Drei dieser Typen wurden dann gewalttätig und schlugen Femis Begleiter bewußtlos. Aus Angst um sein Leben und das seines Freundes hatte sich Femi mit einer abgebrochenen Glasflasche gewehrt. Die Angreifer erlitten, nach offiziellen Angaben, leichte Schnittverletzungen. Aber am nächsten Ta...

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