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13.10.2012 / Ansichten / Seite 8

Herrenwitze

Entscheidung über Nobelpreisverleihung

Werner Pirker
Daß der Europäischen Union in der größten Krise ihrer Geschichte der Friedensnobelpreis verliehen wurde, könnte man auch als einen Akt der Barmherzigkeit bezeichnen. Es muß tatsächlich sehr schlecht um sie bestellt sein, daß man ihr einen Trostpreis zukommen ließ. Wie schlecht muß es aber erst um den Frieden bestellt sein, wenn von der EU mitgeführte imperialistische Weltordnungskriege als Friedensengagement gewürdigt werden.

Das Nobelpreiskomitee in Oslo hatte sich offenbar bemüßigt gefühlt, den ramponierten Ruf des Staatenbundes wieder etwas aufzupolieren. Wenn schon der Euro als gemeinsame Währung für Länder mit unterschiedlicher Wirtschaftskraft versagt, wenn schon Kerneuropa und EU-Peripherie immer weiter auseinanderdriften, wenn schon die Bevölkerungen in allen Mitgliedsländern Brüssel zunehmend als Steuerungszentrale des Sozial- und Demokratieabbaus wahrnehmen, wenn schon die deutsche Dominanz über Europa als immer drückender empfunden wird, dann ...

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