Gegründet 1947 Freitag, 20. September 2019, Nr. 219
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
27.09.2012 / Inland / Seite 2

»Wir verlangen Aufklärung über die Knastarbeit«

Auch in Deutschland beuten Privatfirmen Strafgefangene aus. Eine Stiftung geht jetzt dagegen vor. Gespräch mit Bettina Schneider

Gitta Düperthal
Bettina Schneider ist Geschäftsführerin der 2004 gegründeten konzern- und globalisierungskritischen Stiftung Ethecon (Stiftung für Ethik und Ökonomie)

Die Stiftung Ethecon fordert, die Ausbeutung Strafgefangener zu stoppen. In den USA machen Großkonzerne wie Microsoft, IBM und Boeing erhebliche Profite, indem sie in Haftanstalten produzieren lassen. Sie haben eine internationale Kampagne dagegen gestartet – wie ist die Situation in Deutschland?

Hierzulande wird unter dem Deckel gehalten, welche Konzerne Strafgefangene in Gefängnissen quasi Sklavenarbeit verrichten lassen, unter miesen Bedingungen und schlecht bezahlt. Vor einigen Monaten gab es eine öffentliche Debatte: Konzerne wie Ikea, Quelle und Neckermann hätten von Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen profitiert; von den skandalösen Arbeitsverhältnissen, die es in den Gefängnissen der Bundesrepublik schon immer gab, ist jedoch kaum die Rede.

Auskünfte zum Thema zu erhalten, ist schwierig. Teil un...


Artikel-Länge: 4591 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €