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06.09.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Duett auf Distanz

Kolumbien: Gut koordiniert bestätigen Regierung und Guerilla offiziell die Aufnahme von Friedensverhandlungen. Lob aus Havanna, Oslo und Caracas

André Scheer
Es hat geklappt. In einer offenbar koordinierten Aktion haben sowohl die kolumbianische Regierung als auch die FARC-Guerilla am Dienstag (Ortszeit) die Aufnahme von Friedensverhandlungen offiziell bestätigt. Diese waren zwar bereits Anfang vergangener Woche durch Medieninformationen bekanntgeworden (jW berichtete), bislang hatten sich jedoch sowohl Präsident Juan Manuel Santos als auch die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens mehr oder weniger an ihr selbstauferlegtes Schweigen gehalten. Während Santos lediglich bestätigte, man habe »Sondierungsgespräche« geführt, präsentierten sich die FARC mit einem skurrilen Musikvideo, in dem junge Guerilleros ihre Freude über die Verhandlungen rappten.

Ernsthaft gearbeitet


Am Dienstag mittag trat dann zunächst der Staatschef im Regierungspalast Casa de Nariño an die Öffentlichkeit. Umrahmt von Mitgliedern seines Kabinetts und hochrangigen Militärs würdigte er die Bereitschaft der Guerilleros zur Zusammenarbeit: »...


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