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04.09.2012 / Thema / Seite 10

Zwischen Volksarmee und Zivilgesellschaft

Vorabdruck. Aus dem Tritt geraten? – Die radikale Linke auf den Philippinen

Rainer Werning und Niklas Reese
Vor 40 Jahren, am 21. September 1972, verhängte der philippinische Präsident Ferdinand E. Marcos das Kriegsrecht über den südostasiatischen Inselstaat. Er begründete dies unter anderem damit, »der kommunistischen Subversion« endgültig einen Riegel vorzuschieben. Als Marcos im Frühjahr 1986 stürzte, zählte die Neue Volksarmee (NPA), die Guerillaorganisation der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP), gemäß US-amerikanischer Militärstrategen mit zirka 30000 Kombattanten zur »weltweit schnellstwachsenden Guerilla«.

Aufgrund harscher innerparteilicher Auseinandersetzungen und verschiedener staatlicher Aufstandsbekämpfungsprogramme ist seitdem zwar der Einfluß der CPP geschwunden. Doch den Regierungen in Manila gelang es nicht, die Partei und ihre Guerilla zu zerschlagen. Im folgenden Beitrag skizzieren Rainer Werning und Niklas Reese, an der Universität Bonn lehrende Sozial- und Politikwissenschaftler, die Entwicklungen innerhalb der philippinischen Li...

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