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01.09.2012 / Ausland / Seite 2

»Ein Angriff kann jeden Moment stattfinden«

Im Schatten des US-Wahlkampfes: Netanjahu und Barak planen Krieg gegen Iran. Militär hat Bedenken. Gespräch mit Michael Warschawski

Raoul Rigault
Michael Warschawski (62) lebt in Jerusalem. Er ist Marxist, Antizionist und Mitbegründer des Alternative Information Center (AIC). Seine Analysen erscheinen u.a. in Le Monde diplomatique, auf ZNet und im Monthly Review. Wegen Unterstützung der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) wurde er 1989 zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt.

Seit Monaten steht die Drohung eines Luftangriffs Israels gegen iranische Atomanlagen im Raum. Wie konkret ist die Kriegsgefahr?

Sehr konkret, ein solcher Angriff kann jeden Moment stattfinden. In der Tageszeitung Haaretz schrieb der Sicherheitsexperte Alon Ben David schon am 16. Juli, daß er für Regierungschef Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak beschlossene Sache sei, es werde noch vor den US-Präsidentschaftswahlen im November zugeschlagen. Nur Generalstabschef Benny Gantz könne das noch verhindern. Ich bezweifele allerdings, daß sich der mit einer demokratisch gewählten Regierung anlegen wird.

Ist ...


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