23.08.2012 / Inland / Seite 2

»Im Osten geht was«

60 Tage Streik haben sich gelohnt. Fast alle Forderungen an den Dienstleister Piepenbrock in Eisenhüttenstadt wurden erfüllt. Ein Gespräch mit Mathias Kalusniak

Johannes Schulten
Mathias Kalusniak ist IG-BAU-Sekretär und war Streikleiter bei ­Piepenbrock

Nach 60 Tagen Streik hat die IG Bau mit Piepenbrock in Eisenhüttenstadt einen Abschluß erzielt. Darf man Ihnen gratulieren?

Ja. Das darf man. Es ist ein gutes Ergebnis. Unsere zentrale Forderung war ein Euro mehr die Stunde. Diesen Euro haben wir dann in den Verhandlungen gesplittet auf 50 Cent für das Jahr 2012 und 50 Cent für 2013. Im Ergebnis haben wir 50 Cent im Jahr 2012 und bekommen 20 Cent ab 1. Januar und noch mal 20 Cent ab August 2013. Das heißt, einen Euro gefordert und 90 Cent erreicht.

Die 62 Beschäftigten von Piepenbrock Instandhaltung warten und modernisieren Lastenaufzüge oder Loks im Stahlwerk von ArcelorMital. Ein Facharbeiter verdient mit 9,91 Euro die Stunde weit weniger als seine Kollegen von der Stammbelegschaft. Warum?

Das hängt mit der Ausgründung der Instandhaltung aus dem Stahlwerk vor zwanzig Jahren zusammen. Die führte auch zur Abkopplung von der Tarife...

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