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22.08.2012 / Inland / Seite 5

Schiffbauer pleite

P+S Werften beantragen Insolvenz. Bund und Land geben kein Geld mehr. Standort Wolgast soll gute, Stralsund vage Chancen auf Weiterexistenz haben

Jana Frielinghaus
Die Werftenkrise fordert ein neues Opfer. Am heutigen Mittwoch werden die P+S Werften mit ihren Standorten in Stralsund und Wolgast Insolvenz anmelden. Dies kündigte Geschäftsführer Rüdiger Fuchs an, nachdem zuvor Verhandlungen mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern und dem Bund um die Aufstockung von Kreditbürgschaften gescheitert waren. Das Land könne seine zugesicherten und zur Hälfte bereits gezahlten Beihilfen in Höhe von 152 Millionen Euro nicht weiter aufstocken, hatte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) nach einer Krisensitzung seines Kabinetts am Montag abend mitgeteilt. Damit sei das von der Geschäftsführung vorgelegte Sanierungsprogramm gescheitert. Am Dienstag verteidigten Sellering und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor der Belegschaft in Stralsund die Beendigung der staatlichen Unterstützung.

Die Werften waren unter anderem wegen Bauverzögerungen bei mehreren Schiffen in finanzielle Schwierigkeit...

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