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25.07.2012 / Inland / Seite 4

Reich durch Armut

Entwicklungsminister Niebel verteidigt öffentlich-private Kooperation in Afrika-Fonds. Deutsche Bank gewinnt auch bei Verlusten. Die begleicht der Steuerzahler

Ralf Wurzbacher
Dirk Niebels (FDP) Herz schlägt für die Ärmsten, aber auch Banker sind ihm lieb und teuer. Für den Entwicklungsminister ist das kein Widerspruch. »Wir benötigen innovative Instrumente, um mehr privates Kapital nach Afrika zu bringen«, meinte er dieser Tage und wehrte sich damit gegen Kritik an seiner Art, den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Dazu gehört auch der im August 2011 von der Bundesregierung gegründete Africa Agriculture and Trade Investment Fund (AATIF). Der Fonds ist 85 Millionen Euro schwer und soll es alsbald schon auf 135 Millionen bringen. Was Niebels Kritikern nicht gefällt: Der von ihm ins Boot geholte private Partner ist die Deutsche Bank, die dazu auch noch als Fondsmanager die Fäden des Projekts in der Hand hat.

In ihrer Antwort vom 11. Juli auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion die Linke verteidigt die Regierung ihre Wahl. Der deutsche Branchenprimus habe bei der Suche nach Geschäftspartnern das »überzeugendste Konzept« vorg...

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