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21.07.2012 / Geschichte / Seite 15

Erkämpfte Souveränität

Vor zwanzig Jahren proklamierte die vormalige Sowjetrepublik Abchasien ihre Unabhängigkeit

Knut Mellenthin
Vor zwanzig Jahren, am 23. Juli 1992, beschloß das Parlament Abchasiens die Wiederinkraftsetzung der Verfassung von 1925, als das Gebiet den Status einer »souveränen« Sowjetrepublik hatte. Praktisch bedeutete das die Loslösung von Georgien und die Beanspruchung nationaler Unabhängigkeit. Georgien, damals ohne demokratisch legitimierte Regierung, reagierte am 14. August 1992 mit einer militärischen Invasion, die nicht nur von regulären Streitkräften, sondern auch von nationalistischen und kriminellen Banden getragen wurde. Nach der schnellen Eroberung der abchasischen Hauptstadt Suchumi durch die ­Georgier entwickelte sich ein beiderseits mit Rücksichtslosigkeit und großen Menschenverlusten geführter Krieg.

Das Blutvergießen endete mit der Befreiung Suchumis am 27. September 1993, mit der faktischen Eigenstaatlichkeit Abchasiens – und mit der fast vollständigen Vertreibung der georgischen Bevölkerung aus der Republik. Mit ideeller und materieller Un...

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