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07.07.2012 / Inland / Seite 5

Gegen Diakonie-Diktat

Hannover: Beschäftigte kirchlicher Einrichtungen wollen sich ihre Arbeitsbedingungen nicht länger vorschreiben lassen. Am Montag gehen sie wieder auf die Straße

Daniel Behruzi
Man kann Frank Bsirske viel vorwerfen. Aber nicht, daß er nicht oft durch die Republik reisen würde, um streikende Beschäftigte zu unterstützen. Wenn der ver.di-Bundesvorsitzende aber wie an diesem Montag in seine alte Heimatstadt Hannover fährt, nur um vor wenigen hundert Demonstranten zu sprechen, dann muß es sich schon um einen besonderen Konflikt handeln. Und das ist er auch. Es geht um Grundsätzliches, wenn Mitarbeiter verschiedener diakonischer Einrichtungen in Niedersachsen erneut die Arbeit niederlegen: Darum, ob die Einkommens- und Arbeitsbedingungen auch hier durch von Gewerkschaften ausgehandelte Tarifverträge bestimmt werden. Und darum, ob auch für Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen das grundgesetzlich verbriefte Streikrecht gilt. Beides bestreiten die Kirchenoberen vehement.

Für die Beschäftigten der Diakonischen Dienste Hannover (DDH) wird es bereits der fünfte Streiktag sein, wenn sie am Montag gemeinsam mit ihren Kollegen vom Krankenha...

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